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Whitesnake

David Coverdale ist Whitesnake und Whitesnake ist David Coverdale. So könnte man es sagen, denn der Sänger ist mit der Band nicht nur groß geworden, sondern nahezu untrennbar verbunden. Im sehr unsteten Line-Up der Band bietet er einen Fixpunkt. Bereits im zarten Kindesalter war seine Affinität zur Musik klar geworden und durch seine Eltern, die einen Musikclub ihr Eigen nannten, schon in die Wiege gelegt.

Studiert hatte David Coverdale in einem College in Middlesbrough und schon während dieser Zeit in einige Amateurbands gespielt, die aber nie über diesen Status hinaus kamen. Den großen Durchbruch erreichte Coverdale aber schließlich Ende der sechziger Jahre. Damals spielte er in einer Band namens "The Fabulosa Brothers", die er auch gegründet hatte. Es war eine Band, mit der Coverdale auch mehr erreichen wollte, wäre da nicht Deep Purple gewesen. Die hatten sich 1973 von Ian Gillian getrennt und wollten eigentlich den Bad-Company Sänger Paul Rodgers engagieren. Coverdale schickte den Jungs einfach ein Demo der "Fabulosa Brothers" und wurde schließlich auch genommen.

"Burn", "Stormbringer", "Come Taste The Band" und die Live-Scheibe "Made In Europe" erschienen mit Coverdale als Sänger zwischen 1973 und 1976 und brachten große Erfolge, wenn sie auch nicht zu den Besten Scheiben von Deep Purple gehören. Nach der Auflösung von Deep Purple 1976 musste sich David Coverdale schließlich ein neues Betätigungsfeld suchen und veröffentlichte zwei Soloscheiben. "White Snake" 1977" und "Northwinds" 1978 wurden jedoch keine großen Kassenschlager und es ging ein Jahr ins Land, bis schließlich 1979 unter dem Namen "Whitesnake" die Scheibe "Snakebite" in die Läden kam. Produziert hatte das Album Martin Birch, der später vor allem durch seine Arbeiten für Iron Maiden bekannt wurde. Ein wirklicher Knüller wurde das Album jedoch nicht, zu nennen ist aber auf jeden Fall der Song "Ain't No Love In The Heart Of The City". Dieser wurde später fester Bestandteil des Live Programms der Band. Mit diesem Album wurde jedoch noch nicht der Grundstein für die spätere Band Whitesnake gelegt, waren die Stücke doch allesamt Überbleibsel vorheriger Solo-Sessions von David Coverdale.

Es dauerte gerade mal einen Monat, als "Trouble" auf den Markt kam. Das zweite Album, das unter dem Bandnamen Whitesnake erschien, war schließlich der erste, richtig große Wurf der Band. Mit an Bord waren für diese Platte neben David Coverdale selber Mick Moody, der ein Freund aus früheren Jahren war, Bernie Marsden, Neil Murray am Bass, Ex-Purple Keyboarder Jon Lord, sowie David Dowle am Schlagzeug.

Nun ging es Schlag auf Schlag. "Love Hunter" 1979, "Ready An' Willing" 1980, "Come An' Get It" 1981, "Saints An' Sinners" 1982 und "Slide It In" 1984. Zwischendurch veröffentlichten Whitesnake immer wieder Live-Alben und unterstrichen damit auch ihren Status als ausgezeichnete Live-Band.

Nach dem gelungenen Album "Come An' Get It" 1981, auf dem einige der bekanntesten Hits von Whitesnake zu hören waren, darunter zum Beispiel "Don't Break My Heart Again", "Wine Women And Song" und "Child Of Babylon" sowie dem 82er Album "Saints An' Sinners", dass den Whitesnake-Überhit "Here I Go Again" hervorbrachte, musste Coverdale eine Pause einlegen. Seine kleine Tochter wurde so schwer krank, dass ihr Überleben auf der Kippe stand. Als dann zum Glück alles wieder ins Lot kam, schaute Coverdale auf den US-Markt, auf dem er bis dato keinen Erfolg landen konnte und änderte dies mit dem 84er Album "Slide It In", welches in die Top40 vorpreschte.

Der erneute Schicksalsschlag kam nach den großen Tourneen rund um den Globus: David Coverdale erkrankt an einer Stirnhöhlenentzündung, was beinahe das Aus seiner Sängerkarriere bedeutet hätte. Doch 1987 melden sich Whitesnake mit einem großen Paukenschlag zurück auf den Bühnen. "1987" glänzt mit gleich drei großen Hits von Whitesnake: "Still Of The Night", "Is This Love" und dem Remake von "Here I Go Again". Über 10 Millionen verkaufte Platten zeichnen das Album aus und bringen Whitesnake ganz weit nach vorne.

Zunehmend richtet Coverdale Whitesnake nun auf die Charts aus und das Konzept der harten Schlange scheint damit ausgereizt. Zwar geht Coverdale 93 mit Led Zeppelins Gitarren-Legende Jimmy Page ins Studio, aber das Album hält leider nicht, was es verspricht.

Es dauerte noch einmal vier Jahre, bis die Schlange wieder in Erscheinung tritt. Mit Adrian Vandenbergh, dem neben Coverdale einzig verbliebenen Gründungsmitglied nimmt Coverdale ""Restless Heart" auf. Leider floppt auch dieses Album und nach dem Unplugged-Album "Starkers In Tokyo" erklärt Coverdale 1997 die Whitesnake für nicht mehr lebensfähig. Auch Solo bringt die Veröffentlichung des Albums "Into the Light" keinen Erfolg.

Die Ära Whitesnake scheint beendet. Aber es scheint nur so, denn immer wieder treten Coverdale mit Band auf Konzerten als Headliner auf und all diese Auftritte scheinen auch auszureichen, um 2004 und 2006 noch einmal Complikations und Livealben herauszubringen.

Das Ende? NEIN! Denn 2008 sind Whitesnake plötzlich mit dem überaus starken "Good To Be Bad" wieder da. Gelegenheit für die Plattenfirma, noch im gleichen Jahr die Kompilation "30th Anniversary Collection" auf den Markt zu werfen und Gelegenheit für die Fans, Whitesnake endlich wieder als Band live zu erleben. Zusammen mit den ebenfalls gerade erst wiedererstandenen Jungs von Def Leppard begaben sich Whitesnake im Anschluss an die Veröffentlichung von "Good To Be Bad" auf Tour. Mit dem Line-Up aus Doug Aldrich und Reb Beach an den Gitarren, Uriah Duffy am Bass, Timothy Drury an den Keyboards und Chris Frazier am Schlagzeug folgte auf die Tour im Jahre 2011 ein ebenso starker Nachfolger von "Good To Be Bad". Der Name: "Forevermore"!


Offizielle Homepage von Whitesnake

Whitesnake bei laut.de

Whitesnake bei Wikipedia

David Coverdale bei Wikipedia