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Simple Minds

Biba-Rom war ihr Name und Songs von Patti Smith, Cockney Rebel und David Bowie gehörten zu ihrem Repartoiere. Jim Kerr, Charlie Burchill und Brian McGee spielten mit einigen anderen zusammen Cover auf diversen Veranstaltungen. In leicht veränderter Besetzung kam es dann ein Jahr später zur Veröffentlichung der ersten Single, damals unter dem Namen "Johnny and the self Abusers". Die Punkband löste sich aber nur kurze Zeit später wegen interner Querelen wieder auf.

 

Jim, Charlie, Brian und Tony sind sich 1978 noch uneins und unsicher, welche Art von Musik sie denn nun eigentlich spielen möchten, gründen aber dennoch wieder eine Band. In Anlehnung an David Bowies Song "The Jean Genie" kommt der Bandname recht schnell zustande. In dem Lied heißt es "He's So Simple Minded He Can't Drive His Module". 1978 verlässt Tony die Band und für ihn kommt Derek Forbes. Eigentlich sollte er die Leadgitarre spielen, doch genau die wird ihm während der Arbeiten zu den Demos gestohlen. Er fragt, ob er als Bassist weiter machen kann und bleibt in der Band. Die erste endgültige Formation der Simple Minds ist gefunden.

 

Das erste Album "Life in a Day" 1979 erinnert noch sehr stark an die Anfänge als Punkband und kommt auf dem Markt nicht sehr gut an. Doch schon das zweite Album "Real to Real Cacophony", welches noch im selben Jahr folgt, ist eine völlig Abwendung vom Punk. Es ist das Album, auf dem die Simple Minds experimentieren und nach ihrem Stil suchen. 1980 kommt mit "Empires and Dance" ein Album, dass einen tanzbaren Sound vorweist, die Plattenfirma aber skeptisch werden lässt. Das Album wird kommerziell kein Erfolg und die Band steht kurz vor dem Aus, als Peter Gabriel sich schließlich als Fan der Simple Minds outet und die Band mit auf seine Tour nimmt. Das war der Tropfen, der den Simples gefehlt hatte.

 

1980 ging die Tour los und auch wenn die Minds finanziell am Ende waren, schafften sie sich ein ansehnliches Fanpublikum. Nach der Tour trennte sich die Band von ihrem Label und unterschrieb einen neuen Vertrag bei Virgin Records, bei der sich dann schnell die ersten größeren Erfolge einstellten. Der Stil ging weg vom New Wave hin zum Rock/Pop und so wurden die ersten beiden Alben beim neuen Label auch komerziell erfolgreich.

 

Die Jahre gingen und kamen. In Europa hatten sich die Simple Mindes inzwischen eine kleine Fangemeinde erspielt. Nur in den USA blieb der Erfolg aus. Dann kam das Jahr 1985 und mit ihm der Film "The Breakfast Club" von John Hughes. Der Film war ein Hit und der Soundbeitrag der Simple Minds ebenfalls. Mit "Don't You (Forget About Me)" schafften die Jungs um Jim den Durchbruch auch in den USA: Platz 1.
Im gleichen Jahr heiratet Jim Kerr die Frontfrau der Pretenders. Die Ehe scheitert schnell und hinterlässt bei Jim Spuren. Seine Musik wird deutlich ernster, die Texte politisch kritisch und gipfeln schließlich im zweiten Nummer Eins Hit der Band 1989: "Belfast Child".

 

In den folgenden Jahren wird es wieder ruhiger um die Band. 1995 schaffen sie mit "Good News from the Next World" wieder gute Nachrichten für sich selbst und erneut den Sprung in die Hitparaden.

 

Auch 2009 gibt es die Band noch und sie sind nach wie vor im Geschäft. "Graffiti Soul", die neuste Platte aus der Minds-Schmiede schaffte es erneut in die Top20 der Deutschen und der us-amerikanischen Charts.

 

Die Simple Minds, damals wie heute aktuell und eine Band, mit der man immer wieder rechnen muss.


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