Neu und doch alt könnte man sagen, betrachtet man Ken's Dojo. Das Solo-Projekt des bereits seit den 80er Jahren im Geschäft mitmischenden Gitarristen, Songwriter und Produzenten Ken Ingwersen stellt sich mit "Reincarnation" im Jahre 2010 auf eigene Beine.
Bereits in den frühen Jahren seines Lebens, genauer gesagt mit 10 Jahren begann der junge Ken Gitarre zu spielen, entschied sich dann aber schnell für die elektrische Gitarre, die ihn sehr faszinierte. Logisch, dass es von da an nur noch ein kleiner Schritt zur Rockmusik war. Beeinflusst wurde Ken, wie schon viele Künstler seines Genres, von Bands wie Kiss, Thin Lizzy und Deep Purple.
In seinen jungen Jahren spielte Ken in vielen lokalen Bands in seiner Heimat Oslo. Lediglich Limelight erreichte, wenn auch nur lokal, eine gewisse Bekanntheit. Mit ihr konnte er sogar eine Single bei Polydor Records veröffentlichen. Im Anschluss tourte er unter anderem mit TNT und wurde kurz darauf von Ole Evenrude als Gitarrist verpflichtet. Der gewünschte Erfolg blieb außerhalb seiner Heimat jedoch lange Zeit aus. Auch mit einem neuen Engagements bei Rags kam der Erfolg nicht wirklich ins Haus geflattert. 1990 löste sich Rags schließlich auf und Ken formte mit Speed eine eigene Band, der 1997 mit dem Album "One" ein kleiner Erfolg beschieden war. Ken schrieb die Songs, spielte diverse Instrumente und mischte das Album ab. Ein Reporter meinte einmal lakonisch: "Es würde mich nicht wundern, wenn Ken auch noch den Tourbus fahren würde."
Natürlich ist es anstrengend, wenn auch sehr kreativ, wirklich alles auf einem Album zu machen, aber Ken wollte sich wieder auf das Spielen der Gitarre konzentrieren. So fokussierte er sich in den späten 90er Jahren eben darauf und kam zu Street Legal. Mit diesen kam 2000 "Thunderdome", das in Japan recht erfolgreich wurde. Wiederum steuerte Ken hier das Mixing bei.
In den 00ern brachte Ken schließlich die Arbeit bei Oslo Recordings einige Top20 Erfolge in den Pop-Charts in ganz Europa und auch Asien ein. Er schrieb und produzierte Hits, wobei Fans vor allem seine Kombination aus Pop-Musik mit hartem Rock-Background schätzten. Zusätzlich zu seinem Arbeiten als Produzent und Songwriter tourte Ken als festes Mitglied der Ken Hensley Band durch ganz Europa.
Nach all diesen Jahren wurde es nun Zeit, etwas für sich selber zu tun. All die Engagements führten 2010 zu einem grundsoliden Rock-Album, dass bezeichnenderweise "Reincarnation" heißt und ihn zurück zu seinen Wurzeln führt. Was Ken allerdings nicht wollte war ein reines Accoustic-Album. Es kam also zu einer Zusammenarbeit mit diversen Wegbegleitern wie etwa Ken Hensley (ex-Uriah Heep), Glenn Hughes (ex-Deep Purple), Morty Black (ex-TNT), Jon Rydningen (Dream Police) und einigen anderen mehr. Gemastert wurde das Album schließlich von niemand anderen als Björn Engelmann, der sich bereits für Alben von Rammstein, Europe und Cher verantwortlich zeichnete.